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Das American Football - Regelwerk PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 01. Februar 2007 um 01:00 Uhr

American Football für Anfänger

American Football – Die Fazination kurz erklärt

Worum geht es eigentlich beim Football ? Werfen sich da nicht die Leute immer nur übereinander und keiner weiß, wo am Ende der Ball ist ?

Irrtum ! Beim American Football dreht sich alles um Raumgewinn. Die angreifende Mannschaft (Offense) hat vier Versuche, um mindestens zehn Yards Raumgewinn zu erzielen. Gelingt dies, erhält sie mit einem "First Down" weitere vier Versuche für wiederum 10 Yards. Es ist wichtig zu wissen, dass Siege im American Football praktisch immer Arbeitssiege sind - bei aller Faszination spektakulärer Angriffsspielzüge und genialer Einzelleistungen. Wer mehr 1. Downs erzielt und damit auch (meist) länger in Ballbesitz ist, kann beinahe sicher mit dem Sieg rechnen.

Gelingt es nicht, kommt die an der Mannschaft in Ballbesitz. Das primäre Ziel der angreifenden Mannschaft ist ein Touchdown. Dieser zählt sechs Punkte und ist gegeben, wenn es gelingt, den Ball in die gegnerische Endzone zu bringen. Allerdings reicht es nicht, nur den Ball dort hinein zu werfen. Es muss ihn schon ein Spieler dorthin tragen oder ihn darin fangen. Nach einem gelungenen Touchdown bekommt das erfolgreiche Team noch einen Zusatzversuch.

Gelingt es, den Ball ein weiteres Mal in die Endzone des Gegners aus drei Yards Entfernung zu befördern, spricht man von einer "Two-Point-Conversion", die wie der Name aussagt, zwei Punkte zählt. Im Regelfall wird der Ball aber zumeist durch die vertikalen Torstangen gekickt und durch den Extrapunktkick erhält die erfolgreiche Mannschaft einen weiteren Punkt.

Eine andere Möglichkeit für die Offense zu punkten, ist ein Field Goal, welches drei Punkte zählt. Dabei handelt es sich auch um einen Kick-Versuch, ähnlich wie beim Extrapunktkick. Nur mit dem Unterschied, dass er nicht nach dem Touchdown, sondern als Alternative dazu aus dem Spielgeschehen heraus erfolgt. Aber auch die verteidigende Mannschaft (Defense) kann Punkte erzielen und muss nicht nur darauf achten, möglichst wenig zu kassieren.

Gelingt es ihr nämlich, den balltragenden Spieler des gegnerischen Teams in seiner eigenen Endzone zu Fall zu bringen, so spricht man von einem Safety, der zwei Punkte zählt. Nach dem Punkteerfolg einer Mannschaft, wird wie schon zu Beginn des Spiels, der Kick-Off (Anstoss) durchgeführt, bei dem der Ball von der eigenen 35 Yard-Linie soweit wie möglich in die gegnerische Hälfte geschossen wird. Dort wird dann der Versuch unternommen, wenn möglich, ihn aufzunehmen und soweit wie möglich zurückzutragen. Wird der balltragende Spieler gestoppt, beginnt an dieser Stelle die neue Angriffsserie des gegnerischen Teams. Um dies nun in den nächsten vier Versuchen zu überbrückenden zehn Yards für die Spieler, Trainer, Schiedsrichter und vor allem für die Zuschauer gut sichtbar zu machen, befindet sich zumeist auf der Spielfeldseite des Gastteams die so genannte Chain-Crew (Ketten-Crew).

Diese besteht aus zwei Bregrenzungsstangen, die mit einer zehn Yard langen Kette verbunden sind sowie einem Versuchszähler (Downmarker), der jeweils anzeigt, in welchem der vier möglichen versuche sich die angreifende Mannschaft gerade befindet. Ist es nach drei Versuchen noch nicht gelungen, die erforderliche Distanz zurück zu legen und erscheint es zu riskant, dem Gegner bei einem misslungenen letzten Versuch den Ball an dieser Spielfeldseite zu überlassen, entscheidet man sich entweder für ein Field Goal oder oft auch, vor allem, wenn die Torstangen noch zu weit entfernt sind, für einen Punt (Befreiungskick). Mit ihm kann zwar kein Raumgewinn erzielt werden, doch man überlässt der gegnerischen Mannschaft den Ball in einer weitaus ungünstigeren Position.

Ein Footballspiel ist in Vierteln (Quarter) unterteilt, die jeweils 15 Minuten (effektive Spielzeit - in Deutschland 12 Minuten) lang sind.  Doch die Unterbrechungen zwischen den Spielzügen sorgen dafür, dass ein Footballspiel meist zwischen zwei bis drei Stunden dauert.

 

Spielerpositionen

Die Spielerpositionen im Überblick

Der Quarterback
Der Spielmacher der Offense. Er gibt den jeweiligen Spielzug an seine Mitspieler weiter und verteilt die Bälle während des Spielzuges. Dabei wirft er den Ball auf seine Passempfänger oder er steckt ihn den Ballträgern zu.

Die Offensive Line
Die Angriffslinie, die bei Laufspielzügen Lücken für den Ballträger frei blocken und bei Pass-Spielzügen den Quarterback vor den Angriffen des Gegners schützen soll.

Die Wide Receiver
Die Passempfänger. Sie fangen die Pässe des Quarterbacks.

Der Tight End
Spieler der Offensive Line, der im Gegensatz zu den restlichen Spielern der Angriffslinie auch als Passempfänger eingesetzt werden kann.

Die Running Backs (Fullback, Halfback)
Die Ballträger. Sie bekommen den Ball vom Quarterback zugesteckt und versuchen danach, möglichst viel Raumgewinn am Boden zu erzielen.

Der Center
Der Center steht in der Mitte der Offense Line und hat die Aufgabe den Ball an seinen Quarterback bzw. an den Kicker abzugeben. Das nennt man einen Snap.

Die Guards/Tackles
Sie stehen links und rechts neben dem Center und bilden mit ihm die Offense Line. Es sind meistens die größten und stärksten Spieler, die entweder für den eigenen Ballträger ein Loch in die gegnerische Abwehrreihen brechen oder bei Pässen den Quarterback vor den Abwehrspielern schützen müssen.

Die Defensive Line
Die Verteidigungslinie, die die Aufgabe hat, gegnerische Laufspielzüge frühzeitig zu stoppen oder den Quarterback bei Pass-Spielzügen unter Druck zu setzen und ihn zu tackeln.

Die Linebacker
Die Allroundspieler in der Verteidigung. Sie müssen sowohl die Lauf- als auch die Pass-Spielzüge des Gegners stoppen können.

Der Middle Linebacker
Er ist der Chef der Abwehr und steht zumeist in der Mitte hinter den Spielern, die an der Line-of-Scrimmage stehen.
Sein Wirken fällt dem Beobachter kaum auf (wie generell die Arbeit der Defense eine unauffälligere ist). Da die Defense nicht wissen, sondern nur abschätzen kann, welcher Spielzug als nächster folgen wird, sind die Möglichkeiten, etwas Einstudiertes zu tun, ziemlich beschränkt. Die Aufgabe des MLB (der aufgrund seiner Position den besten Überblick hat) ist es, trotzdem für eine organisierte Verteidigung zu sorgen.

Die Defensive Backs
Die Passverteidiger. Die direkten Gegenspieler der Wide Receiver und als solche sollen sie Pässe des Gegners abwehren oder abfangen. Bei Laufspielzügen über die Seite müssen sie auch den Ballträger stoppen.

Die Cornerbacks
Sie haben die Paßempfänger (wide Receiver) der Offense zu decken. Dabei dürfen sie ihren Gegenspieler erst berühren, nachdem dieser einen Ballkontakt hatte.

Der Strong Safety
Er steht auf der Seite, wo sich der Tight End befindet. Sollte der Tight End als Paßempfänger eingesetzt werden, muß der Safety ihn decken. Ansonsten ist er für das Stoppen von Laufspielzügen über seine Seite verantwortlich.

Der Free Safety
Der letzte Mann. Er muß in der Lage sein, beim Versagen seiner Vorderleute einen durchgebrochenen Gegner zu Boden zu bringen.

Der Kicker (Special Team)
Er ist für den Abschluss (meist 4. Down) bis dahin nicht erfolgreicher Angriffe zuständig, soferne die Ballposition (Distanz) es zulässt.
Seine Punkte sind sehr häufig entscheidend und er gilt damit auch sehr oft als Matchwinner bzw. Matchverlierer. Es ist also in erster Linie Nervensache, ob der Kicker erfolgreich ist. Den Point After Touchdown (Sonderpunkt/20-Yards-Kick) betrachtet man als sicher verwandelt. Darüber hinaus wird etwa bis zur 20 Yard-Linie (was dann einen 37-Yards-Kick ergibt) ein Erfolg erwartet, bis etwa zur 40 Yards-Linie besteht eine mehr oder weniger realistische Chance, weiter zurück beginnen dann die Wunder. Die Länge des Kicks errechnet sich aus: Position der Line-of-Scrimmage (Distanz zur Endzone) + 7 Yards (der Ball wird zurückgeworfen) + 10 Yards (weil das Goal am Ende der Endzone liegt). Ein Ball an der 30 Yards-Linie würde demnach einen 47 Yards-Kick ergeben.

Der Punter oder Kick-off-Returner (Spezial Team)
Er muss für eine gute Ausgansposition der Offense sorgen, wenn der Ball (nach Punkten oder zu Beginn eines Quarters) von den Gegnern gleichsam übergeben wird.
Geht der Ball ungefangen in die Endzone, dann beginnt der folgende Spielzug der Offense (1. Down) an der 20 Yard-Linie. Macht der KR einen sogenannten Fair Catch (zeigt an - durch Handheben oder Niederknien-, dass er nach dem Fangen nicht laufen will), dann ist dort die neue Line of Scrimmage. Eigentlich erwartet man vom Kick-off-Returner, dass er ein besseres Ergebnis erzielt, als die 20-Yard-Linie. Entscheidet er sich zu laufen, so ist er der einzige Spieler in einem Match, der mit dem Ball einer über viele Yards herbeistürmenden Armada von Gegners entgegenläuft. Er muss zweifellos der mutigste Spieler sein. Sein Vorteil: Gelingt es ihm, die heranstürmenden Gegner zu überwinden, dann steht ihm meist der Lauf in die Endzone offen. Die spektakulärsten Touch Downs (über 90 und mehr Yards) erzielen zumeist die Kick Off Returners. Der Kick-off-Returner spielt häufig auch noch in anderen Positionen (z.B. Wide Receiver).


Überblick

Das Spielfeld

Ein vorschriftmäßiges Spielfeld ist 120 Yards lang (1 Yard = 91,4 cm). Das eigentliche Spielfeld, zwischen den Goallines gemessen, ist 100 Yards lang. Die an beiden Enden des Spielfeldes befindlichen Endzonen sind jeweils 10 Yards lang. Das Spielfeld ist 53 1/3 Yards breit (160 Feet/ 48,77 m). Je nach Stadion bestehen die Spielfelder aus natürlichem oder künstlichem Rasen, auch als AstroTurf bekannt. Für jedes Spielfeld werden spezielle Schuhe benötigt. Das Wetter hat keinen Einfluß auf die Spielverhältnisse wenn das Spiel in einem überdachten Stadion stattfindet. Bei Spielen im Freien können jedoch Regen, Schnee, Wind und frostige Temperaturen die Spielverhältnisse erheblich beeinträchtigen.

In der Schweiz wird normalerweise auf Fussball-Feldern gespielt, d.h. die Grösse des Spielfeld muss ein wenig angepasst werden, weil Fussball-Felder nicht ganz so lang, dafür aber breiter sind. Im Gegensatz zu den Fussballern, wo meist der Platzwart das Feld malt, sind die Teams in der Schweiz selber dafür verantwortlich, das Feld zu markieren.

End Line

Die Endline befindet sich am Ende der jeweiligen Endzone. Sie verläuft parallel 10 Yards hinter der Goalline. Die Goal Posts befinden sich in der Mitte der End Lines. Am Schnittpunkt der End- und Seitenlinien sind kleine, hellorangenfarbige Kunststoffmasten aufgestellt.

Sideline

Die Seitenlinien verlaufen die ganze Spielfeldlänge am Spielfeldrand entlang. Im Gegensatz zum Fußball, bei dem ein Spieler auf den Seitenlinien laufen darf, ist beim Football jeder Ball oder Spieler, der die Seitenlinien berührt, im Aus.

Hashmarks

Es handelt sich bei Hashmarkierungen um kurze Markierungen , die sich im Abständen von 1 Yard zwischen den jeweiligen Yardlinien befinden. Sie befinden sich 70 Feet und 9 Inches ( 22,56 m) von jeder Seitenlinie in einer Linie mit den senkrechten Torstangen. Den Schiedsrichtern dienen Hashmarkierungen als Richtlinien zum Platzieren des Balls nach jedem Spielzug.

Den Regeln gemäss wird der Ball dort platziert, wo der Ballträger zuvor gestoppt wurde. Wird dieser nun aber zu Nahe an den Seitenlinien gestoppt, so wird der Ball auf die Hashmark gelegt, um zu verhindern, dass die Offense sich am Spielfeldrand aufstellen muss.

Goalline

Die Goalline ist ein weißer Spielfeldstreifen, der zweimal so breit ist( 8 Inches bzw. 20,2 cm) wie alle anderen Spielfeldmarkierungen. Die Schnittpunkte der Goal- und Seitenlinien sind durch orangfarbige Masten gekennzeichnet.

Wenn der Ball diese Goalline unter Kontrolle eines Spielers berührt oder überquert und dann unter Kontrolle eines Spielers gebracht, so gilt die Endzone als erreicht und es gibt Punkte für die Offense.

Yardlinien/Spielfeldmarkierungen

Das Spielfeld ist zur besseren Orientierung über die Distanz zur Goalline alle 5 Yards markiert. Die Yardlinien sind, beginnend mit der 10 Yardlinie, alle 10 Yards bis zur 50 Yards markiert (letztere ist auch als Mittellinie bekannt). Ab der 50 Yardlinie sind die Linien in umgekehrter Reihenfolge bis zur 10 Yardlinie nummeriert.

Teamzonen

Jeder Mannschaft wird eine Seite des Spielfeldes für ihre Spieler zugewiesen. Die Mannschaftsbänke befinden sich an den Seitenlinien zwischen den 35 Yardlinien, etwa 10 Yards von der jeweiligen Seitenlinie zurückversetzt. Die Spieler dürfen diesen Bereich während des Spiels nur dann verlassen, wenn sie eingewechselt werden.

Der Ball

Die merkwürdige Form des Footballs macht das Spiel einzigartig. Die Form eignet sich zum Tragen, zum Werfen und zum Kicken. Das Aufspringen des Footballs ist wegen seiner Form unvorhersehbar. Der Football besteht aus feinkörnigem Leder mit einer aufgeblasenen Gummiblase im Inneren. Der offizielle Football der NFL Europe mißt ungefähr 11 bis 11¼ Inches (28 cm lang), und 21¼ bis 21½ Inches (54 cm) (außen herum, in der Mitte gemessen) und wiegt 14 bis 15 Unzen (400 g). Die Bälle, die von Profis, College-, Gymnasial- und Amateurmannschaften verwendet werden, unterscheiden sich etwas in der Größe, im Gewicht und im Aussehen. Bei jedem Heimspiel einer NFLE Mannschaft stehen 24 Bälle zur Verfügung, die von der Heimmannschaft bereitgestellt werden. Vor dem Spiel überprüft ein Schiedsrichter jeden Ball auf den richtigen Luftdruck.

Die Mannschaften
haben je 11 Spieler auf dem Spielfeld, ausgetauscht kann jederzeit beliebig werden (das geschieht meist blockweise: Offense-Team, Defense-Team, Special-Teams).

Die Rückennummern
Die Rückennummern der Spieler zeigen zugleich ihre Position an:
1-19 * Quarterbacks und Kicker
20-49 * Running Backs und Defensive Backs
50-59 * Centers und Linebackers
60-79 * Defensive und Inside Offensive Linemen
80-89 * Wide Receivers und Tight Ends
90-99 * Defensive Linemen

Die Spielzeit
beträgt 60 Minuten und ist unterteilt in 2 Halbzeiten bzw. 4 Quarters. Zu Beginn jeden Quarters werden die Seiten gewechselt. Das 1. und 3. Quarter beginnt mit einem Kick-Off, das 2. und 4. Quarter startet mit den Ballpositionen zu Ende des 1. bzw. 3. Quarters. Endet ein Spiel Remis (Unentschieden), dann gibt es eine Overtime (OT) nach dem Sudden-Death-Prinzip: Die Mannschaft, die zuerst punktet, hat gewonnen. Wurden nach 15 Minuten keine Punkte erzielt, bleibt es beim Unentschieden. (Hierbei gibt es Unterschiede zu den Regeln der NFLEurope und GFL.)

Spielziel
ist es, Punkte zu erzielen:

6 Punkte für Touch Down (TD) (Ball wird von den Angreifern in die Endzone getragen oder dort gefangen)
+ 1 Punkt für ein Fieldgoal durch Bonuskick nach TD oder
+ 2 Punkte für einen TD im Bonusspielzug (2-Points-Conversion) nach TD
3 Punkte für Fieldgoal (FG) (Ball wird zwischen die am Ende des Spielfeldes befindlichen Stangen gekickt)
2 Punkte für Safety (Ballführender Spieler wird in seiner eigenen Endzone zu Fall gebracht)

Das Spiel selbst gliedert sich in Spielzüge. Teilziel ist es, den Ball innnerhalb von 4 Versuchen (Downs) mindestens 10 Yards in Richtung der gegnerischen Endzone vorwärts zu transportieren. Sobald dies gelungen ist (also auch vor dem 4. Down), beginnt mit einem 1. Down eine neue 4er-Serie. Es gibt keine "Gutschriften" für vorzeitiges Schaffen der 10 Yards. Ein Down startet damit, dass ein Spieler der angreifenden Mannschaft den ruhenden Ball an der line of scrimmage aufnimmt. Als Line-of-Scrimmage bezeichnet wird eine gedachte Linie quer über das Spielfeld durch jenen Punkt, an dem das Spiel wieder beginnt. Es ist Schiedsrichterentscheidung, wo die jeweilige Line-of-Scrimmage liegt.

 

Ballbesitz

Wechsel des Ballbesitzes

Das Angriffsrecht wechselt...

* nach jedem Kick oder Punt. Neue Line-of-Scrimmage (l.o.s.) ist die Höhe, auf welcher der Gegenangriff abgeschlossen wurde oder die 20-Yards-Linie.

* nach einem 4. Down, in welchem das Ziel der 10 Yards nicht erfüllt wurde. Die neue l.o.s. ist jene Höhe, auf welcher der gegnerische 4. Down abgeschlossen wurde.

* durch Ballverlust (Turnover). Neue l.o.s. ist die Höhe, auf welcher ein im gleichen Spielzug unternommener Gegenangriff abgeschlossen wurde. Dieser Gegenangriff zählt noch nicht als Down.

Gelingt es einer Mannschaft, die in einem Spielzug den Ball verloren hat (Turnover / das heisst: Die gegnerische Mannschaft hat eindeutig Kontrolle über den Ball erhalten), ihrerseits im selben Spielzug erneut Kontrolle über den Ball zu bekommen, dann setzt sie nach Beendigung dieses Spielzuges mit einem 1. Down fort. Nach einem Turnover beginnt das Spiel somit in jedem Fall mit einem 1.Down für die nunmehr ballbesitzende Mannschaft.

Hat hingegen die gegnerische Mannschaft nicht eindeutig Kontrolle über einen verlorenen Ball erhalten und die ballführende Mannschaft gewinnt wieder die Kontrolle, so ist es lediglich ein Recover und zählt zum aktuellen Down.

Es gibt zwei Arten von Turnovers:

Fumble:
Der ballführende Spieler verliert den Ball (z.B.: er wird ihm aus der Hand geschlagen oder er fällt ihm nach eine Zusammenprall aus der Hand). In Ballbesitz gelangt die Mannschaft, die als erster den Ball wieder unter Kontrolle bringt. Ein Turnover ist es allerdings nur, wenn die verteidigende Mannschaft nunmehr den Ball kontrolliert. Gelingt dies der angreifenden Mannschaft, bevor die Verteidiger Kontrolle über den Ball gewinnen konnten, liegt ein recover vor.

Interception:
Ein Pass wird von einem Verteidiger abgefangen, bevor der Ball den Boden berührt hat und er kontrolliert den Ball eindeutig.

Die Frage, ob ein Spieler, der einen Pass gefangen hat (egal ob Angreifer oder Verteidiger), tatsächlich Kontrolle über den Ball hatte, bevor der Spielzug beendet war - z.B. weil er mit dem Knie den Boden berührt hat oder weil er währenddessen in's Out gelaufen ist - stellt einen sehr häufigen Streitpunkt mit den Referees dar. Es ist tatsächlich oft sehr schwer, weil die Auslegung von "unter Kontrolle haben" Ermessenssache ist. Glücklicherweise können Referees im american football TV-Aufzeichnungen sofort in Augenschein nehmen und danach fundiertere Entscheidungen treffen.

Eine Mannschaft kann vom Referee verlangen, dass dieser eine Entscheidung per Video überprüft und korrigiert. Bleibt der Referee nach Überprüfung bei seiner Entscheidung, verliert die Mannschaft, die die Überprüfung verlangt hat, ein Time Out.

Bei einem Pass-Spiel befindet sich der Ball so lange im Spiel, bis er den Boden berührt (oder im Out landet) - egal wieviele Spieler welcher Mannschaft ihn auch zwischenzeitlich berührt haben mögen. Hat ihn keiner der berührenden Spieler unter Kontrolle gebracht, ist der Pass incomplete. Hat ein Spieler den gepassten Ball eindeutig unter Kontrolle gebracht, verliert ihn danach aber wieder, ist das Pass-Spiel erfüllt und es liegt ein Fumble vor - das heisst: Der Ball darf den Boden berühren, bevor er erneut unter Kontrolle gebracht wird (egal von welcher Mannschaft).

Eine interessante Sonderregel ist beim Conference-Finale NFC 1999/2000 (St. Louis vs. Tampa Bay) zum Tragen gekommen: In den letzten zwei Spielminuten wird bei einem Vorwärts-Fumble, der von der ballführenden Mannschaft wiedererobert wurde, am Ende des Spielzuges an die alte line-of-scrimmage zurückgegangen. Klingt kompliziert (und ist es auch ein wenig). Im konkreten Fall hat der QB den Ball in Richtung gegnerischer Endzone verloren und ihn selbst wieder erobert.

Ein Fumble kann auch durch einen Fehler ohne gegnerische Einwirkung stattfinden. Bei engem Spielstand und zum Ende des Spieles könnte ein solcher Vorwärts-Fumble sogar als bewusster Spielzug einstudiert werden (gewissermaßen ein kleiner Pass vorwärts mit Bodenberührung) - und solcher Schlitzohrigkeit möchte man mit der Sonderregel vorbeugen.



 

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  Name P
1. MMach1 681
2. WoPi 662
3. erdmaennchenbande 653
4. Cogitoergosum 647
5. mucky 641
6. Fire2000 641
7. Pumpuy 633
8. Diebelsmichi 630
9. Middlelinebacker 630
10. twelve_six 621
11. TipperDH 621
12. bucs 616
13. Kreuzritter 605
14. Quimby 605
15. bossi 604
  Name P
1. P E T R A 3
TipperDH 3
Schobbepetzer 3
bucs 3
5. Diebelsmichi 1
wagnemar 1
Kreuzritter 1
Thund3r 1
Middlelinebacker 1
mucky 1
Pumpuy 1
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