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Nord-Derbys Teil I in Hamburg

Kiel –  Nach dem gewonnenen Spitzenspiel gegen die Berlin Adler folgt für die Kiel Baltic Hurricanes nun der August der Nord-Derbys gegen Hamburg und Lübeck. Am kommenden Samstag treten sie um 18 Uhr auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn bei den Hamburg Blue Devils an. In diesem ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams seit 2008 begegnen sich der Tabellenführer und das derzeitige Schlusslicht der GFL Nord.

„Mit acht Siegen und nur einer Niederlage auf dem Konto haben wir natürlich die Favoritenrolle gegen die Hamburger, aber die Devils werden ihr Bestes geben, um uns zum stolpern zu bringen“, sagt Hurricanes Head Coach Patrick Esume, der von 1992 bis 2000 bei den Blue Devils als Spieler aktiv war. Der gebürtige Hamburger freut sich auf die Derby-Atmosphäre, denn durch die regionale Nähe werden viele Fans beider Teams am kommenden Samstag und acht Tage später zum Rückspiel in Kiel erwartet. Und auch viele der Spieler kennen sich untereinander gut. So stehen in den Reihen der Canes fünfzehn Spieler, die in Hamburg und Umgebung wohnen. Aaron Boadu, Ben Fischer, Sven Linn, Falk Horn, Jaques Huke, Robin Fensch, Marten Töwe, Nick Wieland, Philip Calderon, Benjamin Mau und Frank Pein trugen dabei in der Vergangenheit das Trikot der Herren- oder Jugendmannschaft der Hamburger Teufel.

Auch einige Kieler wie Chris Rieck, Timo Gross und Defensive Line Coach Carsten Dohm spielten Anfang des Jahrtausends eine oder zwei Saisons in Hamburg. Ivo Kolbe, seit 2010 ebenfalls D-Line Coach der Canes, war als Spieler ebenfalls für beide Teams in der GFL aktiv. Und auch die Coaches Andreas Nommensen und Rolf Gerhold standen im Kader der Teufel und gewannen einige Meistertitel mit den Hamburgern. Defensive Coordinator Joe Roman war sogar vier Jahre lang bis 2008 Head Coach der Blue Devils, bevor er über Österreich und Marburg schließlich nach Kiel kam. Doch am Samstag ist das Ziel der Hurricanes-Spieler und –Trainer klar: sie alle wollen den neunten Sieg für ihre Kieler Mannschaft einfahren.

Die Blue Devils konnten dagegen bislang erst einen Sieg erringen. Am 7. Juli gewannen sie das Hinspiel bei GFL-Neuling Lübeck mit 29:17. Zuletzt mussten sich die Teufel am vergangenen Wochenende mit 7:33 den Berlin Rebels geschlagen geben und nun kommen die Baltic Hurricanes auf die Adolf-Jäger-Kampfbahn. Die letzten beiden Aufeinandertreffen im Jahr 2008 konnten die Kieler für sich entscheiden. Im Jahr darauf starteten die Blue Devils aufgrund finanzieller Probleme in der Regionalliga. 2010 wurden sie hier Meister und stiegen in die zweite Bundesliga, die GFL 2, auf aus der sie direkt in das Oberhaus des deutschen Footballs weiterzogen. In ihren letzten fünf Partien dieser Saison müssen die Blue Devils nun alles geben, um den letzten Platz zu verlassen und damit der Relegation zu entgehen.

Bereits um 14.30 Uhr spielen die Kiel Baltic Hurricanes II ebenfalls in Hamburg. In der Partie um den ersten Platz in der Oberliga HH/SH treten sie bei den Hamburg Pioneers auf deren Homefield am Jahnring an. Anschließend kommt das Team auf die Adolf-Jäger-Kampfbahn, um das GFL-Team zu unterstützen.

Quelle/Foto:
© Kiel Baltic Hurricanes - Bettina Büll
 

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